Ein Topf und unterschiedliche Geschwindigkeit: Neuer Vertrieb

Ein Topf und unterschiedliche Geschwindigkeit: Neuer Vertrieb

August 13, 202612 min read

Es ist Montagmorgen, kurz nach acht. Markus, Geschäftsführer eines IT-Systemhauses mit vierzig Mitarbeitenden, sitzt vor drei geöffneten Fenstern auf seinem Bildschirm. Im CRM warten einundzwanzig Kontakte, die seit Wochen keinen Status-Wechsel hatten. In seinem E-Mail-Postfach liegt eine Liste mit Visitenkarten von der Messe letzten Monat, halb erfasst. Und irgendwo, er weiss nicht mehr genau wo, notierte er sich vor zwei Wochen den Namen eines Bestandskunden, der am Rande eines Telefonats beiläufig erwähnte, dass sein Unternehmen gerade expandiert.

Markus weiss: Irgendwo in diesen drei Fenstern steckt der nächste Auftrag. Er weiss nur nicht, in welchem. Also tut er das, was die meisten Unternehmer in seiner Situation tun. Er arbeitet die Liste ab, die gerade am dringlichsten aussieht, und hofft, dass er die richtige erwischt.

Das ist kein Einzelfall und schon gar kein persönliches Versagen. Es ist ein Symptom, das in fast jedem wachsenden B2B-Unternehmen auftaucht, sobald die Kontaktquellen sich vermehren: das eigene CRM, Website-Anfragen, Newsletter-Reaktionen, Empfehlungen, Support-Anfragen von Bestandskunden, externe Adressen aus Messen oder Fachmedien. Jede Quelle für sich ist überschaubar. Zusammen ergeben sie ein Sammelsurium, das niemand mehr vollständig überblickt.

Das Tückische daran ist, dass jede einzelne Quelle für sich betrachtet meist sogar gut gepflegt ist. Das CRM ist aktuell. Die Website-Anfragen werden beantwortet. Die Messevisitenkarten landen irgendwann in einer Tabelle. Das Problem entsteht nicht durch Nachlässigkeit an einer einzelnen Stelle, sondern dadurch, dass zwischen den Quellen keine gemeinsame Reihenfolge existiert. Wer ruft man zuerst an, wenn man gleichzeitig eine offene CRM-Notiz, eine frische Website-Anfrage und ein beiläufiges Signal aus einem Bestandskundengespräch vor sich hat? Diese Frage beantwortet in den meisten Unternehmen niemand systematisch. Sie beantwortet sich durch Zufall, durch Tagesform, oder durch die Lautstärke, mit der eine Anfrage sich meldet.

Je erfolgreicher ein Unternehmen wird, desto grösser wird ausgerechnet dieses Problem. Ein neuer Marketingkanal kommt dazu, ein zusätzliches Tool wird eingeführt, die Empfehlungen häufen sich, weil bestehende Kunden zufrieden sind. Jede dieser Entwicklungen ist für sich genommen ein gutes Zeichen. In der Summe erzeugen sie aber genau die Unübersichtlichkeit, unter der Markus am Montagmorgen leidet. Wachstum löst das Sortierproblem nicht von selbst, es verschärft es.

Warum verschwinden gute Kontakte im Alltag?

Die ehrliche Antwort lautet: nicht, weil sie unwichtig wären, sondern weil sie an der falschen Stelle liegen. Ein Kaufsignal, das in einer Support-Anfrage steckt, sieht auf den ersten Blick wie ein Problem aus, nicht wie eine Chance. Eine Reaktion auf den Newsletter wirkt zu klein, um einen Anruf zu rechtfertigen. Eine beiläufige Bemerkung im Bestandskundengespräch geht unter, weil niemand sie systematisch festhält.

Das Problem ist selten die fehlende Aktivität. Die meisten Vertriebsteams tun etwas: Sie rufen an, sie schreiben Angebote, sie pflegen Beziehungen. Das Problem liegt eine Ebene davor. Es fehlt die Reihenfolge. Wer heute wirklich reif für ein Gespräch ist und wer erst noch begleitet werden muss, das entscheidet sich nicht durch Fleiss, sondern durch Sortierung. Und genau diese Sortierung findet in den meisten Unternehmen nicht statt, weil sie schlicht zu aufwändig wäre, um sie täglich manuell zu leisten.

Hinzu kommt ein zweiter Effekt, der selten benannt wird: Eine Adresse ist noch kein Lead. Ein Name in einer Liste, eine Firma auf einer Messe, ein Kontakt aus einer alten Kundenbeziehung – das ist zunächst nur ein Datenpunkt. Ein Lead entsteht erst dort, wo sich ein echtes Signal dazugesellt: ein Kaufhinweis, eine Reaktion, ein veränderter Bedarf. Wer diese Unterscheidung nicht macht, behandelt tausend kalte Adressen mit derselben Dringlichkeit wie fünf echte Kaufsignale, und verliert dabei genau die Zeit, die er für die fünf wirklich gebraucht hätte.

Was bedeutet es, Vertrieb als Wertstrom zu denken?

Die meisten Unternehmen betrachten ihre Kontaktquellen als getrennte Listen. Das CRM ist eine Liste. Die Website-Anfragen sind eine andere. Die Messekontakte eine dritte. Jede Liste wird für sich bearbeitet, mit eigener Priorität, oft von unterschiedlichen Personen, manchmal sogar mit unterschiedlichen Tools.

Wertstromdenken kehrt diese Logik um. Es fragt nicht: Welche Liste bearbeite ich als Nächstes? Sondern: Wo im Gesamtbild, vom ersten Kontakt bis zum Kaufabschluss, geht gerade Wert verloren? Alle Quellen fliessen dafür gedanklich zu einem einzigen, durchgängigen Strom zusammen. Nicht sieben Listen, sondern eine Frage: Welche dieser Kontakte, egal woher sie stammen, verdienen jetzt Aufmerksamkeit – und welche noch nicht?

Diese Umstellung klingt zunächst wie eine reine Denkübung. Sie hat aber eine sehr konkrete praktische Konsequenz: Erst wenn du weisst, wo dein eigentlicher Engpass im Kontaktfluss liegt, lohnt es sich, dort zu automatisieren oder zu beschleunigen. Wer stattdessen zuerst mehr Tempo in ein ungesortetes System bringt, beschleunigt lediglich das Chaos. Erst sortieren, dann beschleunigen. Diese Reihenfolge ist keine Floskel, sondern die Bedingung dafür, dass Automatisierung überhaupt etwas bringt.

Viele Unternehmer hoffen an dieser Stelle auf eine technische Abkürzung. Mehr Software, ein neues CRM, eine KI, die alles zusammenführt. Das hilft, aber erst an zweiter Stelle. Kein Werkzeug kann eine Reihenfolge herstellen, die vorher gedanklich nicht existiert. Ein System kann eine bereits getroffene Sortierlogik ausführen und skalieren. Es kann sie nicht ersetzen.

Wie sieht diese Sortierung in der Praxis aus?

Ein Praxisbeispiel aus einem Systemhaus-Umfeld macht das greifbar. Alle Kontaktquellen laufen dort in einen gemeinsamen Topf: die aktiven, zahlenden Bestandskunden aus dem eigenen System, die eigenen Adressen von früheren Kunden und Partnern, externe Adressquellen wie Messen, Fachmedien und Netzwerke, anonyme Website-Besucher, die sich zu Firmen auflösen lassen, Reaktionen aus dem regelmässigen Newsletter, laufende Kontaktinformationen aus dem CRM, und Anfragen, die über den Support hereinkommen.

Jede dieser Quellen bringt eine andere Temperatur mit. Ein Bestandskunde mit laufenden Zahlungen ist heiss: die Beziehung existiert bereits, die Historie ist bekannt. Eine externe Messeadresse ist kalt: noch keine Geschichte, kein Vertrauen, oft nicht einmal ein bestätigtes Bedürfnis. Ein Website-Besucher, der sich für ein bestimmtes Angebot interessiert hat, ist lauwarm, ein erstes, noch unbestätigtes Signal, das sich noch in beide Richtungen entwickeln kann.

Das Entscheidende ist: Sobald diese Quellen in einem gemeinsamen Strom zusammengeführt sind, lässt sich jeder einzelne Kontakt nach zwei einfachen Fragen bewerten. Erstens: Passt dieses Unternehmen überhaupt zum eigenen Idealkundenprofil? Zweitens: Gibt es gerade ein konkretes Signal, ein Kaufsignal, eine Cross- oder Upsell-Chance bei einem Bestandskunden, oder ein Warnsignal wie eine Fusion, eine Übernahme oder einen Wechsel in einer Schlüsselposition beim Ansprechpartner?

Aus diesen beiden Antworten entsteht eine klare Reihenfolge: Wer ist jetzt einen Anruf wert, und wer muss erst noch reifen? Diese Sortierung passiert laufend, nicht einmalig. Jeder neue Kontakt, jede neue Regung im Bestand wird sofort eingeordnet, nicht erst am Ende der Woche oder des Monats, wenn ohnehin schon wieder Neues nachgekommen ist.

Was unterscheidet die schnelle von der langsamen Spur?

Aus dieser laufenden Sortierung entstehen zwei unterschiedliche Geschwindigkeiten, und beide sind gleich wichtig.

Die schnelle Spur zieht die Fälle heraus, die jetzt zählen: kaufbereite Unternehmen, Cross- oder Upsell-Chancen bei bestehenden Kunden, und Warnsignale, die schnelles Handeln verlangen. Diese Fälle gehen ohne Umweg direkt an den Vertrieb. Kein Zwischenspeicher, keine Warteschlange. Wer hier landet, wird sofort kontaktiert. Genau das ist der Punkt, an dem Unternehmer am meisten Zeit verlieren, wenn er fehlt: Ein echtes Kaufsignal, das drei Tage in einer ungesichteten Liste liegt, ist am vierten Tag oft schon kalt geworden, weil sich der Interessent inzwischen woanders umgesehen hat.

Die langsame Spur ist keine Resterampe, auch wenn sie oft so behandelt wird. Hier landet alles, was noch nicht reif ist, aber Potenzial hat. Diese Kontakte werden warm gehalten, über Newsletter- und Marketingsequenzen, über den laufenden persönlichen Kontakt des Vertriebsteams, über Presseberichte und Branchenanlässe. Das ist keine automatisierte Blackbox, sondern echte, kontinuierliche Beziehungsarbeit, nur eben nicht mit der Dringlichkeit eines sofortigen Anrufs. Diese Arbeit lässt sich mit Unterstützung eines digitalen Sales-Teams organisieren, sie bleibt aber im Kern menschlich: Es sind reale Gespräche, reale Beobachtungen, reale Beziehungen, die über Monate gepflegt werden.

Der Denkfehler, den viele Unternehmen machen, ist, diese langsame Spur zu vernachlässigen, weil sie keinen sofortigen Umsatz verspricht. Genau dort liegt aber ein grosser Teil des künftigen Geschäfts. Wer die langsame Spur ignoriert, verliert nicht sofort sichtbar, sondern schleichend. Kontakte kühlen ab, ohne dass es jemand bemerkt, und tauchen Monate später bei einem Wettbewerber als Neukunde wieder auf.

Wichtig ist dabei die Reihenfolge der Aufmerksamkeit, nicht die Reihenfolge der Wichtigkeit. Ein Kontakt in der langsamen Spur ist nicht weniger wert als einer in der schnellen. Er ist lediglich noch nicht so weit. Genau deshalb braucht die langsame Spur eine eigene, klar definierte Betreuung, statt einfach mitzulaufen, bis irgendwann zufällig wieder jemand daran denkt.

Wie findet ein Kontakt zurück in die schnelle Spur?

Damit aus der langsamen Spur nichts endgültig verloren geht, braucht es zwei klar definierte Wege zurück nach oben.

Der erste Weg ist verhaltensbasiert und jederzeit offen. Sobald ein Unternehmen aktiv wird, ein grösserer Auftrag, ein auffälliges Bestellmuster, eine Reaktion auf den Newsletter, ein Anruf, eine konkrete Rückfrage, wird dieses Verhalten registriert und der Kontakt sofort in die schnelle Spur weitergereicht. Das Kriterium ist nicht eine neue Bewertung von aussen, sondern das eigene Verhalten des Kontakts. Wer aktiv wird, hat sich selbst als bereit zu erkennen gegeben, und genau dieses Verhalten ist zuverlässiger als jede Vermutung, die man von aussen anstellen könnte.

Der zweite Weg ist ein regelmässiger Rückblick, zum Beispiel alle sechs Monate. Der gesamte Bestand der langsamen Spur wird dabei komplett neu bewertet. Dieser Schritt fängt die stillen Aufsteiger ab: das Unternehmen, das gewachsen ist, eine neue Partnerschaft eingegangen ist oder sich strategisch neu ausgerichtet hat, ohne selbst jemals aktiv geworden zu sein. Ohne diesen periodischen Rückblick würden genau diese Fälle für immer in der langsamen Spur verschwinden, obwohl sie längst reif geworden sind.

Zusammengenommen ergibt das ein System ohne Verlust. Niemand fällt endgültig heraus, weil er beim ersten Kontakt noch nicht reif war. Und niemand blockiert das Tagesgeschäft, weil er es noch nicht ist. Die Grenze zwischen beiden Spuren ist keine Mauer, sondern eine Tür, die sich in beide Richtungen bewegt.

Warum reicht mehr Technik allein nicht aus?

An dieser Stelle setzt oft ein Missverständnis ein. Viele Unternehmer hoffen, dass ein neues CRM, eine KI-Anbindung oder ein digitales Werkzeug automatisch die Übersicht zurückbringt, die im Alltag verloren gegangen ist. Technik kann die Sortierung ausführen, sobald die Kriterien klar sind. Sie kann sie nicht selbst erfinden.

Was als Erstes geklärt sein muss, ist rein menschlich: Was zählt bei uns als Idealkunde? Welches Verhalten gilt bei uns als Kaufsignal? Ab wann sprechen wir von einer Cross- oder Upsell-Chance, und ab wann von einem Warnsignal? Diese Fragen kann kein System für dich beantworten, weil die Antwort in deinem Geschäftsmodell, deiner Marge und deiner Kapazität liegt, nicht in einer allgemeinen Formel. Erst wenn diese Kriterien feststehen, lohnt es sich, eine laufende, automatisierte Sortierung darüberzulegen, etwa durch ein digitales Sales-Team, das den Topf kontinuierlich sichtet und die relevanten Fälle direkt an den Vertrieb weiterreicht.

Ein weiterer Punkt wird dabei häufig übersehen: Automatisierung, die auf eine ungeklärte Sortierlogik trifft, produziert nicht weniger Aufwand, sondern mehr Durchschnitt. Ein System, das alle Kontakte gleich behandelt, weil niemand festgelegt hat, wie sie sich unterscheiden, verschickt an alle dieselbe Botschaft im selben Rhythmus. Das Ergebnis wirkt professionell, bleibt aber austauschbar – und austauschbar überzeugt niemanden, der bereits mit mehreren Anbietern im Gespräch ist. Wer dagegen vorher festgelegt hat, welcher Kontakt heiss, welcher lauwarm und welcher kalt ist, kann genau diese Unterscheidung auch in der Automatisierung abbilden: eine andere Ansprache, ein anderer Rhythmus, eine andere Dringlichkeit, je nachdem, wo im Wertstrom ein Kontakt gerade steht.

Was bedeutet das für dich als Unternehmer?

Die Versuchung ist gross, dieses Prinzip als technisches Detail abzutun, etwas für CRM-Spezialisten, nicht für die Geschäftsführung. Das greift zu kurz. Die Frage, ob dein Unternehmen Kontakte als Wertstrom denkt oder als Ansammlung getrennter Listen, entscheidet direkt darüber, wie viel deiner ohnehin knappen Vertriebszeit für kalte Adressen draufgeht, die nie reif werden und wie viel für die Fälle bleibt, die tatsächlich jetzt zählen.

Markus aus dem Eingangsbeispiel hat sein Problem nicht durch mehr Fleiss gelöst. Er hat es gelöst, indem er aufgehört hat, drei getrennte Listen zu führen, und angefangen hat, sich eine einzige Frage zu stellen: Was in meinem gesamten Kontaktbestand ist jetzt reif und was noch nicht? Ein paar Wochen später beschrieb er den Unterschied so: Er telefoniere heute weniger als früher, aber praktisch nie mehr mit jemandem, der eigentlich noch gar nicht so weit war. Die Zeit, die er dadurch gewonnen hat, fliesst heute in genau die Gespräche, die tatsächlich zu einem Abschluss führen.

Diese Frage lässt sich beantworten, ganz gleich, ob ein Unternehmen zehn oder zweihundert Mitarbeitende hat. Sie verlangt nur eine Voraussetzung: die Bereitschaft, erst zu sortieren, bevor man beschleunigt. Wer diese Bereitschaft mitbringt, muss die Sortierung nicht für immer manuell leisten. Sobald die Kriterien einmal klar formuliert sind, lässt sich die laufende Sichtung an ein digitales Sales-Team übergeben, das den gemeinsamen Kontaktstrom kontinuierlich beobachtet, während der Vertrieb sich auf die Gespräche konzentriert, die dieses System ihm liefert.

Der Aktionsplan: In fünf Schritten zum eigenen Wertstrom

  1. Erstens, verschaffe dir einen ehrlichen Überblick: Liste alle Quellen auf, aus denen bei dir aktuell neue Kontakte entstehen: CRM, Website, Newsletter, Messen, Empfehlungen, Support. Die meisten Unternehmer sind überrascht, wie viele es tatsächlich sind.

  2. Zweitens, definiere dein Idealkundenprofil so konkret, dass eine aussenstehende Person in dreissig Sekunden entscheiden könnte, ob ein Unternehmen dazu passt oder nicht.

  3. Drittens, lege fest, welche Signale bei dir ein Kaufsignal, eine Cross- oder Upsell-Chance oder ein Warnsignal darstellen. Diese Liste muss nicht vollständig sein, sie muss nur ehrlich sein und sich jederzeit erweitern lassen.

  4. Viertens, trenne bewusst zwischen deiner schnellen und deiner langsamen Spur. Was heute reif ist, geht sofort an den Vertrieb. Was es noch nicht ist, bekommt einen klaren, aber realistischen Rhythmus der Kontaktpflege.

  5. Fünftens, plane von Anfang an einen festen Rückblick ein, z.B. vierteljährlich oder halbjährlich, bei dem der gesamte Bestand deiner langsamen Spur neu bewertet wird. Ohne diesen Termin verschwinden die stillen Aufsteiger für immer.

Wer diese fünf Schritte einmal durchdenkt, hat noch kein fertiges System. Aber er hat die Entscheidungen getroffen, die jedes weitere Werkzeug, ob CRM, KI-Sortierung oder ein bestehendes digitales Sales-Team, erst sinnvoll machen. Ohne diese Vorarbeit bleibt jede Automatisierung ein schnelleres Chaos.

Eine ehrliche Konsequenz

Kein Vertriebsteam der Welt kann täglich sieben verschiedene Listen im Kopf sortieren und dabei die Übersicht behalten. Das ist keine Frage der Disziplin, sondern der Kapazität. Was bleibt, ist die Entscheidung, ob man diese Sortierung dem Zufall überlässt, oder ihr eine feste Struktur gibt, bevor man über mehr Tempo überhaupt nachdenkt. Genau an diesem Punkt trennt sich langfristig, wer seine Akquisezeit tatsächlich für die richtigen Gespräche einsetzt, von jenen, die weiterhin hoffen, an einem gewöhnlichen Montagmorgen die richtige Liste zuerst erwischt zu haben.

Willst du wissen, wo dein eigener Wertstrom heute steht? Der Claudia Quick-Test gibt dir eine erste Einschätzung, wo in deinem Vertrieb Potenzial liegen bleibt: www.TheSwissBizz.com/test

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Alfred Rossi

Alfred Rossi

Alfred Rossi ([email protected]), Gründer der Schweizer Proseller AG, denkt Unternehmen nicht vom Status quo aus, sondern von den nächsten fünf bis zehn Jahren her. Er hinterfragt Geschäftsmodelle, Organisationsstrukturen und Wertströme und erkennt, welche Teile künftig noch Wert schaffen – und welche zu Ballast werden. Daraus entwickelt er neue Wertströme, integriert KI-Agenten und automatisiert Prozesse. Sein Ausgangspunkt ist nicht die Software, sondern das Unternehmen selbst: Er denkt Geschäftsmodelle neu, bevor er sie umsetzt.

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