IKIGAI im Vertrieb - Positionierung vor Leads.

IKIGAI im Vertrieb - Positionierung vor Leads.

August 31, 202612 min read

Wenn aus vielen Leads zu wenige Aufträge werden, greifen Unternehmer oft zu mehr Werbebudget. Meist ist das der falsche Hebel: Was wie ein Lead-Problem aussieht, ist in Wahrheit ungeklärte Positionierung. IKIGAI, das japanische Konzept für den Punkt, an dem Können, Marktbedarf, Ertrag und Leidenschaft zusammentreffen, macht sichtbar, für wen ein Angebot wirklich gemacht ist und für wen nicht. Wer diese Klarheit vor der nächsten Kampagne schafft, gewinnt aus weniger, aber passenderen Anfragen am Ende mehr Aufträge.

Mehr Leads, gleich viele Aufträge: ein bekanntes Muster.

Montagmorgen, Posteingang: sechzig neue Leads im vergangenen Monat, verteilt über Google Ads, LinkedIn und eine Empfehlungsseite. Der Inhaber einer IT-Beratung mit zweiundzwanzig Mitarbeitenden blättert die Auswertung durch und sieht am Monatsende trotzdem nur zwei, manchmal drei neue Aufträge, genau wie in jedem Monat zuvor. Sein erster Reflex ist derselbe wie immer: für das nächste Quartal mehr Werbebudget einplanen.

Das Unternehmen war neun Jahre zuvor zu zweit gestartet, in einer Phase, in der jeder Auftrag zählte. Serverwartung, ein defektes Netzwerk, eine komplette Migration, alles wurde angenommen, weil die Alternative gewesen wäre, gar keinen Auftrag zu haben. Aus dieser Gewohnheit wurde nie bewusst eine Strategie. Sie blieb einfach bestehen, während das Unternehmen von zwei auf zweiundzwanzig Mitarbeitende wuchs, und die Website versprach weiterhin, „von Cloud-Migration über Cybersecurity bis zur individuellen Softwareentwicklung alles aus einer Hand“ zu liefern.

Zwei bis drei Aufträge pro Monat waren über die Jahre zur stillen Norm geworden, unabhängig davon, wie viele Leads oben hereinkamen. Der Inhaber deutete das nie als Problem der eigenen Positionierung, sondern als Problem seines Vertriebsteams, das offenbar zu wenige der eingehenden Anfragen abschließen konnte. Diese Deutung fühlte sich naheliegend an, gerade weil sie niemandem im Unternehmen die Schuld gab, den Zustand aber auch nicht veränderte.

Dasselbe Muster taucht branchenübergreifend auf, bei Speditionen ebenso wie bei Werbeagenturen oder Personaldienstleistern: Ein Unternehmen wächst aus einer Phase heraus, in der Offenheit für jeden Auftrag überlebensnotwendig war, behält diese Offenheit aber bei, lange nachdem sie wirtschaftlich sinnvoll wäre. Die Angebotsbreite, die früher Umsatz sicherte, verwässert später die eigene Positionierung, ohne dass es nach außen wie ein Rückschritt aussieht. Es sieht aus wie Vielseitigkeit. Es fühlt sich an wie Offenheit für den Markt.

Ein Speditionsunternehmen, das gleichzeitig Stückgut, Vollladungen, Sonderfahrten und Lagerlogistik bewirbt, wird mit steigendem Werbebudget nicht automatisch mehr von den grossen, planbaren Aufträgen erhalten, für die es tatsächlich am besten aufgestellt ist. Es erhält vor allem mehr von allem, inklusive der kleinteiligen Anfragen, die überproportional Zeit binden und unterdurchschnittlich zum Ergebnis beitragen. Die Symptome gleichen sich, gleich in welcher Branche: volle Auftragslisten, stabile Auslastung im Tagesgeschäft und trotzdem das diffuse Gefühl, dass am Monatsende zu wenig hängen bleibt, gemessen an dem, was eigentlich möglich wäre.

Warum mehr Werbebudget selten der richtige Hebel ist.

Das Marketingteam hatte längst einen Vorschlag vorbereitet: zusätzliche Anzeigen für „IT-Lösungen für den Mittelstand“, noch breiter gestreut als die bisherigen Kampagnen. Mehr Sichtbarkeit, mehr Anfragen, irgendwann würde die Quote schon aufgehen, so die stille Rechnung dahinter. Genau an dieser Stelle verwechseln viele Unternehmer zwei Ebenen, die auf den ersten Blick zusammengehören, aber unabhängig voneinander funktionieren: den Vertriebsdatenstrom, also die schiere Menge und Position der Kontakte im Prozess, und den Wertstrom, das tatsächliche wirtschaftliche Potenzial, das hinter diesen Kontakten steckt.

Ein größeres Werbebudget verändert fast ausschließlich den Datenstrom. Es bringt mehr Anfragen derselben Sorte, die vorher schon nicht zum eigenen Angebot passte. Wer, wie in diesem Fall, ohnehin nur fünfzehn von sechzig eingehenden Leads wirklich bedienen kann, weil der Rest nach Websites, einzelnen Laptop-Setups oder anderen Randthemen fragt, bekommt bei doppeltem Budget in etwa doppelt so viele unpassende Anfragen dazu, nicht doppelt so viele passende. Die Quote bleibt gleich schlecht, nur die Vorprüfung wird aufwendiger, und das Gefühl von Betriebsamkeit täuscht über Monate hinweg darüber hinweg, dass sich am eigentlichen Ergebnis nichts ändert.

Für den Inhaber war genau das der frustrierendste Teil: Jeder neue Lead fühlte sich zunächst wie Fortschritt an, ein Posteingang, der sich füllt, eine Zahl, die auf dem Dashboard nach oben zeigt. Erst am Monatsende, wenn derselben Menge an Anfragen wieder dieselbe kleine Zahl an Aufträgen gegenüberstand, kippte das Gefühl in Erschöpfung, ohne dass sich benennen ließ, woran genau es lag.

Diese Verwechslung wird gefährlicher, sobald ein Unternehmen beginnt, Teile seines Vertriebs zu automatisieren oder ein digitales Sales-Team wie Claudia für Erstqualifizierung und Terminierung einzusetzen. Ein digitales Sales-Team kann Anfragen schneller sortieren, priorisieren und vorbereiten, es kann aber nicht ausgleichen, wenn die zugrunde liegende Positionierung ungeklärt bleibt.

Wer zuerst automatisiert und erst danach über Positionierung nachdenkt, beschleunigt lediglich den bestehenden Engpass. Die Reihenfolge, die sich in der Praxis bewährt, lautet deshalb erst sortieren, dann beschleunigen: zuerst klären, welche Anfragen überhaupt in den eigenen Wertstrom gehören, danach über Geschwindigkeit und Automatisierung nachdenken.

Was ist IKIGAI im Vertrieb?

IKIGAI im Vertrieb bezeichnet den Punkt, an dem vier Fragen zusammentreffen: Was kann dein Unternehmen wirklich gut? Wonach fragt der Markt? Wofür zahlen Kunden tatsächlich, nicht nur theoretisch? Und woran arbeitet dein Team am liebsten? Nur wo sich alle vier Antworten überschneiden, entsteht eine tragfähige Positionierung.

Jede der vier Fragen für sich genommen reicht nicht aus. Können ohne zahlungsbereiten Markt bleibt Hobby. Marktbedarf ohne eigenes Können führt zu Aufträgen, die das Team überfordern und am Ende schlecht bewertet werden. Zahlungsbereitschaft ohne Leidenschaft erzeugt Umsatz, der sich auf Dauer erschöpft anfühlt. Und Leidenschaft ohne die anderen drei Ebenen bleibt eine schöne Idee ohne tragfähiges Geschäftsmodell. Erst die Überschneidung aller vier macht aus einem Angebot eine Positionierung, die sich über Jahre halten lässt, statt bei jedem Marktschwanken neu erfunden werden zu müssen.

Die Leidenschaft-Frage wird in Vertriebsgesprächen am häufigsten übersprungen, dabei ist sie oft der zuverlässigste Indikator. Wie ein Vertriebsteam über ein Projekt spricht, nachdem es abgeschlossen ist, verrät mehr über die eigentliche Positionierung als jede Marktanalyse: Erzählt jemand mit sichtbarer Energie von einer komplexen Migration, während dieselbe Person über ein simples Laptop-Setup nur pflichtschuldig berichtet, liegt darin bereits ein Hinweis, welches Feld trägt und welches nur mitläuft.

Im Gespräch mit Fred und Alfred wurde diese Unschärfe erstmals konkret benennbar. Auf die Frage, wie viele der sechzig Leads das Unternehmen überhaupt hätte bedienen können, wenn alle sofort unterschrieben hätten, folgte nach kurzem Zögern die Antwort: vielleicht fünfzehn, der Rest sei „irgendwas dazwischen“. Das war der Moment, in dem aus einem vermeintlichen Lead-Problem ein Klarheits-Problem wurde, das nur wie ein Lead-Problem aussah.

Vier überlappende Kreise auf einem Blatt Papier machten sichtbar, dass das eigene Angebot formal alle vier IKIGAI-Fragen gleichzeitig beantwortete, allerdings sehr breit, statt an einer einzigen Stelle wirklich tief. Genau deshalb landeten Anfragen für Laptop-Setups neben Anfragen für komplexe Cloud-Migrationen im selben Trichter, obwohl nur eine der beiden Kategorien wirklich zu dem passte, was das Team am besten konnte und wofür Kunden bereit waren, gut zu bezahlen.

Zehn der fünfzehn wirklich passenden Leads drehten sich um dasselbe Thema: die Migration bestehender IT-Systeme in die Cloud, fast immer bei mittelständischen Fertigungsunternehmen mit fünfzig bis dreihundert Mitarbeitenden, fast immer mit ähnlichen technischen Altlasten.

Genau dort hatte das Team in den vergangenen drei Jahren die meiste Erfahrung gesammelt, ohne dass jemand das je bewusst als Spezialisierung benannt hätte. Zwei einfache Kennzahlen bestätigten den Befund im Nachhinein: Die höchsten Stundensätze ohne Nachverhandlung und die häufigsten unaufgeforderten Weiterempfehlungen konzentrierten sich fast vollständig auf dasselbe Feld, ein Muster, das sich erst zeigte, als jemand von außen gezielt danach fragte.

Klarheit ist kein Verzicht.

Nicht jedes Unternehmen muss diesen Umweg über Verwässerung und Rückbesinnung gehen. Eine Steuerkanzlei, sechs Jahre zuvor gegründet, hatte sich von Anfang an ausschließlich auf Arztpraxen und kleine Kliniken spezialisiert, statt allgemeine Steuerberatung anzubieten. „Sonst wäre ich eine von zweihundert Kanzleien in der Stadt gewesen, statt eine von dreien, die wirklich verstehen, wie Arztpraxen abrechnen“, brachte die Gründerin es einmal auf den Punkt. Mit neun Mitarbeitenden, kleiner als die IT-Beratung aus dem ersten Beispiel, akquirierte sie kaum noch aktiv. Neue Mandate kamen fast ausschließlich über Empfehlungen anderer Ärzte, die genau wussten, wofür sie stand.

Der Widerstand gegen Fokussierung ist trotzdem typisch, und er ist emotional, nicht nur rational. Sich auf ein Feld zu beschränken, fühlt sich zunächst wie ein Verlust an, wie eine bewusste Verkleinerung des eigenen Geschäfts, obwohl das Gegenteil der Fall ist: eine bewusste Entscheidung, wohin die begrenzte Zeit und Aufmerksamkeit des Teams fließen soll, statt sie gleichmäßig über zu viele unterschiedliche Anfragen zu verteilen, von denen die meisten ohnehin nie zum Abschluss kommen.

Die Sorge, mit einer engeren Ausrichtung Reichweite zu verlieren, weniger Suchbegriffe zu bedienen, weniger Klicks zu erzielen, ist berechtigt und trotzdem an der falschen Stelle gemessen: Sie bewertet den Datenstrom, nicht den Wertstrom.

Bei sechzig Leads verbrachte das Vertriebsteam der IT-Beratung im Schnitt knapp eine Stunde mit jeder Anfrage, bevor überhaupt klar wurde, ob sie zum eigenen Angebot passte, macht knapp sechzig Stunden Vorprüfung pro Monat für am Ende zwei bis drei Aufträge. Diese Stunden fielen mit der Fokussierung fast komplett weg, nicht weil das Team schneller arbeitete, sondern weil sich die Vorprüfung erübrigte: Wer sich meldete, hatte die Passung meist schon selbst erkannt, bevor er überhaupt anrief. Zeit, die vorher in Sortierung floss, floss danach in die Gespräche, die ohnehin zum Abschluss geführt hätten.

Bei der Steuerkanzlei zeigte sich derselbe Effekt von der anderen Seite: Weil von Anfang an klar war, für wen die Kanzlei arbeitete, entfiel die Vorprüfung fast vollständig. Anfragen kamen fast ausschließlich über Empfehlungen anderer Ärzte, die bereits wussten, was sie erwartete, bevor das erste Gespräch überhaupt stattfand.

Die Gründerin musste kein Marketingbudget gegen ein Klarheits-Problem stellen, weil sie dieses Problem nie hatte entstehen lassen. Beide Wege, der über die Verwässerung und Rückbesinnung ebenso wie der direkte, führen am Ende zum selben Punkt: einer Positionierung, die von selbst vorsortiert, bevor überhaupt eine Anfrage im Posteingang landet.

Wie sich Positionierung in der Praxis umsetzen lässt.

Die konkrete Umsetzung blieb bewusst klein. Geändert wurden zunächst nur die Startseite und die Ausrichtung der Anzeigen, nicht das tatsächliche Leistungsangebot des Unternehmens. Cloud-Migration für mittelständische Fertigungsunternehmen stand jetzt im ersten Satz, nicht mehr als einer von zwölf Aufzählungspunkten unter „Unsere Leistungen“. Die Zahl der Leads sank in den folgenden zwei Monaten spürbar, von sechzig auf etwa fünfzehn pro Monat, bei nahezu unverändertem Werbebudget, was für ein paar Wochen tatsächlich nervös machte, weil genau diese Zahl auf dem Dashboard jahrelang der Orientierungspunkt gewesen war.

Auch das Marketingteam war zunächst skeptisch: Weniger Leads klang nach einem schlechteren Ergebnis, unabhängig davon, was am Ende dabei herauskam, denn die gewohnte Kennzahl zeigte scheinbar in die falsche Richtung. Alte und neue Kampagne liefen deshalb testweise zwei Wochen parallel, mit demselben Budget, aufgeteilt, damit sich die Wirkung nicht nur behaupten, sondern nachvollziehbar vergleichen ließ.

Für das Vertriebsteam bedeutete die neue Ausrichtung zunächst eine Umgewöhnung, keine Erleichterung. Wer jahrelang gelernt hat, jede Anfrage ernst zu nehmen, weil man nie wusste, welche davon zum Auftrag wird, tut sich schwer damit, Anfragen von vornherein als nicht passend einzuordnen. Erst als sich nach wenigen Wochen zeigte, dass genau diese Auswahl mehr Abschlüsse brachte, nicht weniger, kippte die Stimmung im Team von Skepsis in Zustimmung. Die neue Kennzahl, an der sich alle orientierten, war ab diesem Punkt nicht mehr die Zahl der eingehenden Leads, sondern der Anteil der Anfragen, die tatsächlich zum eigenen Kernangebot passten.

Aus den fünfzehn neuen, genau passenden Leads wurden anschließend sechs neue Aufträge pro Monat, gegenüber zwei bis drei aus sechzig Leads zuvor. Nicht, weil das Team plötzlich besser verkaufte, sondern weil fast jeder, der sich jetzt meldete, bereits genau das suchte, was das Unternehmen am besten konnte. Der Wertstrom, das wirtschaftliche Potenzial hinter den Anfragen, blieb dabei nahezu unverändert. Verändert hat sich nur, wie viele unpassende Kontakte vorher durchsortiert werden mussten, bevor die richtigen überhaupt sichtbar wurden.

Dieselbe Logik lässt sich auf jedes B2B-Unternehmen übertragen, das seine Leadzahl für die wichtigste Kennzahl hält: Erst die Frage nach der Passung macht sichtbar, ob ein Wachstumshebel überhaupt am richtigen Engpass ansetzt. Ein Personaldienstleister, der seine Vermittlungsquote steigern will, wird mit derselben Methode oft feststellen, dass nicht die Zahl der Bewerberprofile das eigentliche Problem ist, sondern die Frage, für welche Branchen und Positionen das eigene Netzwerk wirklich stark ist. Die Zahlen unterscheiden sich von Fall zu Fall, das Muster dahinter nicht: Wachstum entsteht selten aus mehr Volumen, sondern aus einer schärferen Antwort auf die Frage, wofür das eigene Unternehmen tatsächlich steht.

Nicht mehr Sichtbarkeit macht am Ende den Unterschied, sondern Präzision in der eigenen Positionierung: zu wissen, für wen man wirklich arbeitet, bevor man lauter danach ruft, dass sich mehr Leute melden. Wer diese Klarheit verschiebt und stattdessen weiter am Werbebudget dreht, bekommt beim nächsten Anstieg der Leadzahl exakt dasselbe Verhältnis aus vielen Anfragen und wenigen Aufträgen zurück, nur mit höherer Drehzahl und höheren Kosten pro gewonnenem Auftrag. Die vier IKIGAI-Fragen kosten dagegen kein zusätzliches Budget, nur die Bereitschaft, ehrlich auf die eigenen Zahlen und das eigene Team zu schauen, bevor die nächste Kampagne live geht.

Häufige Fragen.

Bedeutet Fokussierung auf ein IKIGAI-Feld nicht automatisch weniger Umsatz?

Kurzfristig sinkt meist die Leadzahl, nicht zwingend der Umsatz. Im Praxisbeispiel blieb der Wertstrom hinter fünfzehn genau passenden Leads etwa auf dem Niveau von sechzig gemischten Leads, bei gleichzeitig deutlich weniger Vorprüfungsaufwand und mehr abgeschlossenen Aufträgen.

Wie findet ein Unternehmen sein eigenes IKIGAI im Vertrieb?

Ausgangspunkt sind zwei einfache Auswertungen der vergangenen zwei Jahre: In welchen Leistungsfeldern wurden die höchsten Stundensätze ohne Nachverhandlung durchgesetzt, und in welchen Feldern empfahlen Kunden von sich aus weiter? Wo sich beide Listen überschneiden, liegt meist die eigentliche Positionierung.

Was, wenn sich der gewählte Fokus in ein paar Jahren ändert?

Das ist kein Einwand gegen die Methode, sondern ein normaler Anpassungsschritt. Solange ein Angebot gleichzeitig auf zwölf Felder zeigt, lässt sich ohnehin nicht erkennen, welches davon trägt und welches nur mitläuft, weil es niemandem wehtut, es anzubieten.

Aktionsplan

Der folgende Aktionsplan macht die eigene Positionierung in wenigen Schritten überprüfbar, ohne dass dafür neue Software oder ein grösseres Werbebudget nötig wäre. Er lässt sich mit den Zahlen beginnen, die in den meisten Unternehmen ohnehin schon vorliegen.

1. Die Anfragen der vergangenen drei Monate nicht nach Eingangsdatum, sondern nach tatsächlicher Passung zum eigenen Kernangebot sortieren.

2. Für jedes Leistungsfeld auswerten, wo in den vergangenen zwei Jahren die höchsten Stundensätze ohne Nachverhandlung erzielt wurden.

3. Notieren, in welchen Feldern Kunden nach Projektende unaufgefordert weiterempfohlen haben.

4. Die vier IKIGAI-Fragen schriftlich beantworten: Können, Marktbedarf, Ertrag, Leidenschaft, und das Feld markieren, in dem sich alle vier überschneiden.

5. Startseite und nächste Kampagne testweise auf dieses eine Feld zuschneiden, parallel zur bisherigen Ausrichtung, und den Wertstrom statt der reinen Leadzahl als Erfolgskennzahl auswerten.

Fünf Schritte, die sich in wenigen Tagen aus vorhandenen Zahlen zusammensetzen lassen, sind kein grosses Projekt, sondern eine Verschiebung des Blicks: von der Frage, wie viele Kontakte hereinkommen, zur Frage, für wen der Vertrieb eigentlich gemacht ist.

Wie viele deiner aktuellen Anfragen passen wirklich zu dem, was dein Unternehmen am besten kann? Der Claudia Quick-Test gibt dir eine erste Einschätzung zu deiner eigenen Positionierung und deinem Wertstrom: TheSwissBizz.com/Test.

Auslastung UND Aufwand managen mit EINER Lösung: Swiss Business System.

Wenn du wissen willst, wie das geht: Lass uns reden. Ohne Verkaufsdruck, von Kollege zu Kollege:
HIER TERMIN BUCHEN.

Fred M Renoth

Fred M Renoth

Fred M. Renoth ([email protected]) ist Gründer der Crystal Peak GmbH und Unternehmer aus Überzeugung. Im "Swiss Business System" arbeitet er eng mit Alfred Rossi von der Schweizer ProSeller AG zusammen. Er hilft Unternehmen, ihre Wertströme zu sortieren und gezielt in Wachstum zu verwandeln. Dank eigener unternehmerischer Erfahrung lebt Fred nach klaren Prinzipien statt äußeren Erwartungen. Er teilt Einblicke in Entscheidungsprozesse, Fokus und die Kraft klarer Prioritäten und zeigt, wie ein Business entsteht, das trägt.

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